"Fünfter Kriegstag. Erst, sollte man hinzufügen, wenn man beobachtet, dass die Leute hierzulande in der sicheren Etappe Anzeichen passiver Kriegsmüdigkeit erkennen lassen. Einerseits nach jedem Zipfelchen Information schnappen, andererseits bewirken Totalität und Massivität einer aus Endlosschleifen, Sondersendungen und -seiten zusammengesetzten, scheinbar permanenten Kriegsberichterstattung, dass eine geheime Sehnsucht , wenigstens „persönlich“ sich auszublenden und wegzusehen, jetzt schon spürbar wird. Das ist nicht Feigheit vor Feind oder Freund, vor der so genannten Realität: es ist ein sicherer Instinkt, durch das unablässig tönende Welt-Kriegs-Ganze in der eigenen Befindlichkeit, Schöpferkraft und Gedankenfreiheit reduziert und missbraucht zu werden." [SZ-Streiflicht]
Beitrag vom: 25.03.03 [20:58], zuletzt geändert: 25.03.03 [20:58] 325 x gelesen [Mehr aus der Abteilung nur so ein Gedanke]