Bitte melden Sie sich zuerst an.



Man schreibt wieder deutsch

Aber davon, dass ihr dass jetzt wieder mit ß schreibt werden eure Sätze auch nicht besser.
[Nachtrag:] BfdnR! Ha, ha, ha!
Und noch was Schlaues zum Thema und von wegen "ham wir keine richtigen Probleme":
"Dass die Politiker wichtigere Probleme haben als die, die sie ohne Not in die Welt gesetzt haben, ist eine Lektion nicht nur für die Rechtschreibreform, sondern für Reformen überhaupt." [Frank Schirrmacher]

Beitrag vom: 06.08.04 [21:53], zuletzt geƤndert: 07.08.04 [13:30]
250 x gelesen [Mehr aus der Abteilung musste raus]


Kommentare

  

along the same lines....

die taz-Frotseite, u.a. mit diesem Kommentar.

nach oben

  

so ein Blödsinn, mit Verlaub

erstens verwechselt der taz'ler Bock und Gärtner: dass die Kinder die Leidtragenden im Falle einer Rücknahme der Reform wären liegt ja ursächlich nicht an der Rücknahme, sondern an der Reform.
Das Argument, dass man sich von ein paar wildgewordenen Bürokraten die Orthographie diktieren lassen will kann er auch nicht widerlegen: schon gar nicht mit "anti-demokratischer Reflex", denn das scheint mir viel mehr ein demokratischer Reflex zu sein.
Und von wegen "Möchte man sich die Rechtschreibregeln künftig lieber von dreien der größten Verlagshäuser des Landes diktieren lassen?": Schönes Eigentor, liebe taz, wusstet Ihr, dass man Springer-Verlag eigentlich mit Bindestrich schreibt, wenn man nicht zufällig selbst da arbeitet?

nach oben

  

Ich wollte eigentlich primär auf das taz-Titelbild aufmerksam machen als auf den Kommentar, aber wenn wir schon einmal dabei sind:

Karten auf den Tisch, ich bin für die Rechtschreibreform, weil ich persönlich bei all den kleinen Problemchen, die ich gar nicht abstreiten will, viele der neuen Regelungen für besser nachvollziehbar halte als die alten und ich selber noch in der Schule erlebt habe, dass sich die Fehleranzahl in meinen Deutschklausuren nach Einführung der Reform rapide verringert hat (was ja irgendwo auch Sinn der ganzen Geschichte war).

Dass die Rücknahme der Reform ohne die Reform selbst nicht möglich wäre hat eine betechende Logik, ist als Argument aber eher schwach. Fakt ist doch, dass die ganze Geschichte bis auf wenige 'Abtrünnige' schon längst durch war. Schon seit 1998 wird es in den Schulen gelehrt und 15 Millionen Schüler hatten bereits die Ehre, von den Millionen, die wir für die Umstellung verbraten haben rede ich jetzt mal gar nicht). Es hätte eine Zeit gegeben, in der ich den Wiederstand gegen die Reform seitens der Verlage verstanden hätte, die aber ist schon lange vorbei. Jetzt, so kurz vor Ende der Übergangszeit, den Rückzieher zu machen finde ich unmöglich, auch weil ich keine wirkliche Alternative sehe (und nein, wieder zurück zum Alten und einfach auf 'evolutionäre Veränderungen' warten ist für mich keine Alternative)

Auch über die Art und Weise, wie die neuen Regeln ausgearbeitet wurden, hätte man damals gerne streiten dürfen (die Kommission hat doch Jahre lang daran gearbeitet, wär' doch genug Zeit für die Blöd Zeitung gewesen um des Volkes Zorn auf die "wildgewordenen Bürokraten" zu lenken), man sollte aber nicht vergessen, dass die alte Rechtschreibung nicht natürlich gewachsen sondern ebenfalls ein Produkt der Bürokratie ist und andere Länder schon seit Jahren auf die selbe Weise an ihren Sprachen herumoperieren.

nach oben

  

(no disrespect übrigens, dass ich dir hier nicht geantwortet habe, wo du dir doch soviel Zeit genommen hast. es liegt mehr an aktueller prioritätenverschiebung.)

nach oben

  

Das Argument

der Kritiker der Kritiker, man hätte ja vor Einführung der Rechtschreibreform was sagen können, ist dermaßen verlogen, man glaubt es kaum.
Damals haben jede Menge Leute kritisiert, als man den Staatsstreich kurz vor Einführung aus dem Sack ließ, und da hieß es "keine Zeit", "Altvordere" usw.
Von Demokratie sowieso keine Spur.

nach oben

  

Naja, man meint damit wohl die Übergangszeit von 1998 bis 2005, so dass nicht wirklich von einem Überfall gesprochen werden kann.
Was ich den jetzigen "Rebellen" ankreide ist, dass sie ihren Hang zum "zivilen Ungehorsam" schon 1998 hätten entdecken sollen. Wenn alle Verlage und Schreiber gesagt hätten "nö, danke machen wir nicht mit, könnt ihr ja in der Behörde meinentwegen, aber wir Zivilisten schreiben so weiter wie jetzt", dann hätte man die Einführung an den Schulen nie durchsetzen können.
Jetzt hab ich doch noch was dazu gesagt *hmpf*

nach oben

Please login to add a comment

username:

passwort:

cookie setzen

noch kein antville-Login?
passwort vergessen?

random pix


mehr Bilder ...



Mai 2012
MoDiMiDoFrSaSo
123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031
Juni



yet another website by








Nachtschicht



© 2000-2007 joerg a.k.a. tinto
moved here 3584 days ago
last updated: 26.06.09 17:52
RSS Feed RSS Feed available
currently online: soul(s)